Angkor, die vergessene Stadt. Entstanden vor mehr als tausend Jahren durch die Khmer Könige (802 – 1431). Insgesamt erstreckt sich die Stadt auf 1.000 Quadratkilometern – das entspricht ungefähr der Größe von Berlin. Auf diesem riesigem Areal standen einst 600 Tempel von denen noch rund 100 Ruinen erhalten sind – unter Ihnen das bekannteste: der Angkor Wat.
Angkor ist auch UNESCO Weltkulturerbe seit 1992 und das bekannteste von ganz Kambodscha. Deshalb ist auch der Angkor Wat in der Landesflagge dargestellt.
Weil es so riesig ist, erkunden wir das ganze mit dem Tuk Tuk. Den ganzen Tag steht uns der Fahrer für 18 USD zur Verfügung. Wir starten mit der Tour nach einem kurzen Toast-Frühstück im Hotel um 8 Uhr.
Los gehts mit dem Kauf des Tickets. Der Ticket Counter des Angkor ist etwas fernab der eigentlichen Einfahrt in das Gelände beim Angkor Panorama Museum (nördlich von Siem Reap).
Dort angekommen war bereits recht viel los – da es aber etliche Ticket Counter gibt, kamen wir recht zügig dran. Seit heute, 01. Februar 2017, kostet das Eintagesticket für das Gelände zum Angkor Welterbe 37 USD – bis gestern lag der Preis für den One Day Pass noch bei 20 USD. Da wir aber krankheitsbedingt heute erst konnten, hatten wir keine andere Wahl.
Für den Eintagespass wird über eine Webcam ein Bild von einem aufgenommen und dieses anschließend auf das Ticket gedruckt.
Danach gings weiter und wir wurden das erste mal bei der Parkeinfahrt kontrolliert. Die Tuk Tuk Fahrer haben jeweils beige Westen an, auf denen eine Nummer gedruckt ist – das ist deren Lizenz zu Einfahrt. Als Besucher darf man selbst nicht motorisiert auf dem Gelände fahren. Somit ist das Ausleihen eines Rollers auch keine Option – nur mit dem Fahrrrad ist eine Erkundung auf eigene Faust möglich. Man darf dabei aber nicht vergessen, dass das Gelände zum einen riesig ist und zum anderen es auch Temperaturen über 30 Grad im Schatten hat.
Kravan Temple
(erster Halt)
Ist ein Ziegelbau der einem Hindu Gott geweiht ist. Erbaut 921.

Srah Strang
(zweiter Halt)
Ein königliches Wasserreservoir in der Größe von 725 x 400 Meter direkt bei Banteay Kdei.

Banteay Kdei
(dritter Halt)
Klosterkomplex in jedoch schlechtem Zustand als Ta Prom, da hier brüchiger Sandstein zum Bau verwendet wurde.

Ta Prom
(vierter Halt)
Hier herrscht eine verwunschene Atmosphäre, da uralte Baumriesen (Kapok und Würgefeigen) die Steine überwachsen und gesprengt haben aber auch gleichzeitig zusammenhalten.
Übrigens wurde hier Tomb Raider mit Angelina Jolie gedreht 🙂


Ta Keo
(fünfter Halt)
Wurde vermutlich nie vollendet, da die fünf massiven Türme keine dekorative Steinmetzkunst aufweisen.

Chau Say Tevoda Temple
(sechster Halt)
Liegt gegenüber dem Thommanon ist jedoch etwas kleiner.

Thommanon Temple
(siebter Halt)
Wenn man den Angkor Thom durch das Siegestor verlässt, liegt dieser Tempel links.

Baphuon Temple im Angkor Thom
(achter Halt)
Tempelberg in fünfstufiger Pyramidenform. Besonderheit ist das Relief eines etwa 70 meter langen liegenden Buddhas an der Westfasade.



Bayon Temple im Angkor Thom
(neunter Halt)
Einst mit 54 Türmen von denen 37 noch erhalten sind. Auf jeder der vier Seiten eines Tumes befinden sich die riesigen steinernen Gesichter die geheimnisvoll lächeln.


Angkor Wat
(zehnter Halt)
Das am besten erhaltenste bzw. restaurierste Bauwerk.

Die Galerien rund um das Tempelzentrum zeigen auf 800 Metern das längste Flachrelief der Welt. Dort sieht man auch die Götter und Dämonen beim Quirlen des Milchmeeres indem sie die Nagaschlange ziehen und drehen um Unsterblichkeit zu gewinnen.

Die Naga ist übrigens eine 5 oder 7 köpfige Schlange.

Im Angkor Wat hätten wir noch die Gelegenheit gehabt über Stufen hochzusteigen und die inneren Türme zu besichtigen. Allerdings stand hierfür eine Schlange von gut 200 Menschen an. Das war der Grund, weshalb wir uns dagegen entschieden haben.
Generell lässt sich festhalten, dass die beiden berühmtestens Tempel des Angkor Reichs (Bayon und Angkor Wat) richtig überflutet sind von Chinesen. Den Bussen nach zu urteilen werden eben genau zu diesen beiden einfach Massen gekarrt, durch die Tempel geschoben und weitertransportiert. Den Selfie-Stick hat jeder dabei – ein sehr lustiges Schauspiel 🙂
Gegen kurz nach 16 Uhr waren wir dann wieder im Hotel. Nach einer erfrischenden Dusche machten wir uns wieder auf in die Stadt und haben unseren Füßen was Gutes gegönnt: Hautpeeling mit Fischen. Echt richtig lustig und die Füße sind danach merklich weicher 😉

Morgen früh geht’s dann um 8 Uhr weiter mit dem Bus nach Bangkok.